Ich bin und bleibe ich. Ich bin Lilith.

In den letzten Wochen und Monaten habe ich viel in den sozialen Medien, der Presse und auf privaten Blogs mitbekommen. Hier geht es nicht nur um Dampfbezogenes sondern um alle möglichen gesellschaftspolitischen Themen.

Wir selbst zensieren die freie Meinungsäußerung.

Jeder hat eine Meinung, aber keiner will akzeptieren, dass dieses Recht auch anderen zu steht, die (oh Wunder) anderer Meinung sind. Wir sperren uns auf Facebook ein und entfernen Meinungskontrahenten von der Freundesliste. Ändern die Einstellungen, damit Nicht-Freunde nicht kommentieren können und in drastischen Fällen, blockieren wir unliebsame Zeitgenossen einfach.

Kritik an der eigenen Meinung ist grundsätzlich unerwünscht, aber auch Meinungsäußerungen, die keine persönliche Kritik darstellen, werden als solche aufgefasst und aggressiv abgewehrt.

Ich könnte jetzt hier Namen anführen und damit wiederum kontroverse Diskussionen, Kritik oder einen Shitstorm heraufbeschwören (ja da sind einige dabei, die man nicht öffentlich kritisieren darf und ich rede hier nicht von Erdogan ).

Jedenfalls an diesem Punkt spar ich mir die Namen, vielleicht kommen sie am Ende, vielleicht auch nicht.

Ich werde euch mal eine Wahrheit sagen, die sich sicher jeder mal denkt und für die ich mich nicht schäme.

Ich habe diesen Blog ganz zu Beginn gemacht, weil ich damit berühmt werden wollte. Ich höre immer von diesem berühmten Bloggern und Youtubern (von denen ich wieder nie gehört habe) und denke, ich probier das auch. Tja ich hab mich aber dann auf das Thema Dampfen eingelassen und weil das eine thematische Nische ist, werde ich nie über 300 Besucher am Tag hinauskommen (und das war schon ein Spitzenwert).  Ich habe auch Werbebanner eingebaut, die ich nicht mal selbst sehe, weil jeder kostenlose AdBlocker sie erkennt und entfernt. Aber das ist auch okay so, nur wer es will sollte die Werbung auch sehen.

Ich wollte also einen Namen haben, ich wollte eine Figur erschaffen (wer hätte es gedacht, Lilith sollte die Figur sein).

Ich wollte ganz bewusst eine weibliche Figur schaffen, aber ich habe gemerkt, dass es kaum ankommt. Auch in der Dampferszene herrscht das Vorurteil, dass Männer mehr Ahnung haben. Das ist natürlich Quatsch, Ahnung hat der und die, die sich damit auseinander setzen. Ich habe das getan, bis zu einem gewissen Grad, aber inzwischen komm ich auch nicht mehr mit, sehe dauernd neue Geräte in den verschiedenen Gruppen und frage mich, was kann nun dieses Gerät wieder, wäscht es meine Wäsche (würde ich sofort kaufen 🙂 ).

Aber auch das ist okay, denn es gibt auch genug Männer, die da nicht mehr durchblicken, weil sie es gar nicht wollen.

Ich schweife ab.

Ich kann einen Namen nennen: Stefanie Sargnagel!

Ich kenne diese Frau nicht, ich habe nie verfolgt was sie so macht und auch privat ist sie mir nie über den Weg gelaufen. Aber ich habe verfolgt was vor kurzem passiert ist. Weil man ihr Reisetagebuch (ein literarisches Werk, kein echtes Tagebuch) nicht gut fand, wurde sie nicht einfach nur kritisiert. Sie wurde auf sexistische Art und Weise von einer Tageszeitung fertig gemacht und jede Menge Männer wie auch Frauen, sind auf den Zug aufgesprungen und haben einen Shitstorm losgetreten.

Aber selbst in der Diskussion um dieses Fehlverhalten, nimmt man wiederum Frau Sargnagels vermeintliches Fehlverhalten (da es sich um Fiktion handelt vermeintlich) als Begründung für das Fehlverhalten der Gemeinschaft. Ich finde das falsch. Mit Menschen zu diesem Thema öffentlich zu diskutieren ist anstrengend und führt leider zu gar nichts. Alle sind festgefahren.

Ich war auch festgefahren. Mein blinder Fleck war das “weniger schädlich” beim Dampfen. Warum? Nun weil wir offizielle Berichte hatten, die diese Aussage untermauerten.

Vor einer Weile habe ich dann beschlossen Dampfen als harmlos zu verteidigen, bis mir jemand den Gegenbeweis antritt. Ich könnte euch meine gestrige Twitterdiskussion mit 2 Personen hier reinkopieren, es war eine lange und unbefriedigende Diskussion, bis ich erkannte, auch diese beiden waren festgefahren. Sie wollten ihr Bild des Dampfens gar nicht hinterfragen.

Es wurde behauptet “Dampfen ist tödlich”. Eine ganz schöne Anschuldigung. Also fragte ich nach Beweisen, bekam aber nur Anschuldigungen, dass wir Dampfer ja alle so seien (oh Gott wie können wir auch wagen Beweise zu verlangen). Erst ging ich auf die Anschuldigung ein und dann “KLICK”, moment mal, der hat mir ja keine Antwort gegeben, also warum ich, also erneut die Frage nach Beweisen. Ich bekam einzelne Studien mit schlechten Werten. Ich konterte dass es keine Töten oder Kranken durch Dampfen gibt. Antwort: Am Rauchen sterbe auch nicht jeder. Konter: Aber am Dampfen starb bisher keiner und keiner erkrankte daran. Antwort, man könne es nur noch nicht beweisen. Und damit sind wir auch schon am Ende angekommen. Er gibt zu es nicht beweisen zu können, besteht weiterhin darauf, dass es war ist und versucht noch die Diskussion in eine andere Richtung (zu billigen Geräten ) zu lenken. Zwecklos, ich schloss beide Diskussionen mit 2 Fremden mit “Over and out” und bekam: “Bussi Bussi”. Das wäre mir grundsätzlich egal, zeigt aber auch, dass man mich als weibliche Diskussionspartnerin geringschätzte, einem eindeutig männlichen Twitternutzer hätte er das wohl kaum geschrieben.

Warum ich nie berühmt sein werde und es auch gar nicht sein will

Weil ich eine Frau bin. Ich bin nicht sonderlich feministisch. Ich fordere keine Rücksicht auf Karenzzeiten bei den Aufstiegschancen, denn man muss weder Kinder kriegen noch muss man als Frau unbedingt in Karenz gehen. Hier ist der Partner gefragt und nicht die Gleichberechtigungsbeauftragten.

Aber als Frau mit Leistung zu Erfolg zu kommen ist unfassbar schwer. Natürlich gibt es in der Privatwirtschaft Unternehmen die keine Unterschiede machen. Aber in den meisten Fällen kommt man nur in Positionen in denen eine Frau besser passt, weil sie eine Frau ist oder man kommt weiter, weil man seine eigene Weiblichkeit negiert und als Frau gar nicht mehr wahrgenommen wird.

In der Showbranche muss man sich seine Bekanntheit hart erarbeiten in dem man z.B. ein Frauenklischee erfüllt ( Verona Pooth oder Daniela Katzenberger sind nicht so dumm, wie sie getan haben, sie wussten nur, wie es geht). Durch Talent kommt kaum eine Frau nach oben.

Das heißt ich werde mit meinem Blog oder mit Youtubevideos keine Berühmheit oder Bekanntheit erlangen, weil ich nicht bereit bin, jemand anderes zu sein, als ich bin.

Dafür werde ich meinen Blog immer als Plattform der freien Meinungsäußerung nutzen. Das Risiko von Angriffen außerhalb der Social Media Blase in Kauf nehmen. Menschen zum Umdenken auffordern und schauen wer sich den Schuh anzieht. Beweisen, dass wir uns nur selbst zensieren, wenn wir in geschlossenen Netzwerken agieren und deren AGBs damit akzeptieren.

Ich werde immer ich bleiben und es ist okay, wenn keiner außer mir weiß wer ich bin, weil die Menschen keine Authentizität wollen, sondern eine Barbie oder ein Mannweib oder was immer gerade in Mode ist.

Ich bin und bleibe Lilith, denn Lilith spiegelt meine ganze Persönlichkeit wider.

Ich grüße euch.

 

Ein Kommentar

  • Diese Welt is scheißenkompliziert… zumindest gefühlt. Sich selbst zu kennen is da heftig mehr wert als ne Kuh voller Goldbarren. Chapeau!
    Wünsch dir viel Glück (nich so Kleeblatt und so, ich mein das Lächeln am Abend)!