Projekt: Hol dir deine Privatsphäre zurück

Google, Facebook, Twitter sind die 3 Netzwerke die auf der Welt am weitesten verbreitet sind.

In Österreich ist Facebook das Netzwerk Nummer 1, Twitter wird nur von Zeitungen oder Politikern verwendet. Google bietet auch ein Netzwerk namens Google+. Aber auch das wird hierzulande kaum genutzt. Dafür nutzen wir die Suchmaschine immer und überall. Hast du ein Androidsmartphone hast du die Googlesuche immer auf dem Homescreen. Sie lässt sich oft gar nicht von dort entfernen.

Wenn du dir also kein gerootetes Handy besorgst, dass komplett ohne Google Apps auskommt, dann wirst du ohnehin immer ausspioniert. Da wir aber nun mal ohne Handys nicht mehr auskommen, haben wir kaum eine Wahl. Diverse Linuxsmartphones wurden zwar immer wieder angekündigt, aber nie realisiert. Meist scheitert es an der Finanzierung. Wir wollen ja immer alles umsonst.

Das neueste iPhone um 0 Euro aber dafür einen Knebelvertrag für 2 Jahre und 60 Euro im Monat. Das lohnt sich auch nicht. Daher setze ich seit jeher immer auf möglichst günstige Androidhandys.

Aber auch diese günstigen Smartphones werden mit Google Apps und meist auch mit Facebook vorinstalliert ausgeliefert.

Alles was bleibt ist, bei den Apps die es erlauben, diese zu deaktivieren. Vorher alle Daten löschen und dann deaktivieren, das spart auch gleich einiges an Speicherplatz vor allem bei Facebook, dass kaum genutzt schon mehr als 300MB verbraucht.

Man kann sich also selbst den Zugang zu Facebook am Handy verwehren. Zumindest das funktioniert für mich inzwischen sehr gut.

Die Googlesuche kann man sich leicht sparen, als Startseite habe ich startpage.com eingerichtet, ich suche nur noch einen geeigneten Browser fürs Handy, damit da auch nicht mehr mitgelesen wird (natürlich brauch ich den auch für meinen PC).

Der deutlich schwierigere Teil, nach dem Löschen von Apps und Lesezeichen, ist es nicht mehr rückfällig zu werden.

Da machen es einem die Freunde schon schwer. Sie posten wichtige Lebensereignisse auf Facebook (das mit Augenzwinkern, habs ja auch gemacht) und wenn du es dann beim nächsten Treffen nicht weißt, stehst du dumm da. Aber meine lieben Freunde. Seien wir uns ehrlich. Wenn wir uns nicht wenigstens einmal im Monat sehen oder aber unsere Telefonnummern (für die, die eben tatsächlich weiter weg wohnen) haben, dann wird keine Freunde, dann sind wir nur Bekannte. Das ist zwar schön, dass es euch gibt, aber Bekannte sind Menschen, denen man begegnet, mit denen man sich gut unterhält, aber ich weiß nicht wo ihr arbeitet oder was. Ich muss es auch gar nicht wissen. Das Wissen führt nur dazu, dass man die Leute dann um den ein oder anderen Gefallen bietet, den man nur erfüllt, wenn man sich selbst davon einen Vorteil verspricht, dass ist nicht schlimm, das ist quid pro quo und so funktioniert die Gesellschaft, aber dafür brauch ich kein Facebook.

Hilfeaufrufe auf Facebook führen sowieso ins Leere. Die werden immer nur brav geteilt (und das wird dann auch kommentiert), damit wir uns selbst den Kopf tätscheln können, dass wir so hilfreich sind, aber in Wirklichkeit heißt das nur, ich will nicht helfen, soll jemand anderer machen.

Deshalb ignoriere ich solche Postings auch immer. Es sei denn ich kenne tatsächlich jemanden der davon einen Vorteil hätte, dem schick ich es dann.

Also soviel dazu wofür wir Facebook eigentlich nutzen.
Das muss alles nicht sein.
Also Freunde, ihr habt meine Nummer, ruft an, schreibt SMS, schreibt Whatsapp (hab ich zwangsweise am Handy also kann man es auch nutzen). Bekannte wenn ihr wirklich was von mir braucht, dann nutzt den Messenger von Facebook, ich werde den Account nicht löschen, aber ich werde ihn nur noch für Chat nutzen. Ich werde auch keine neuen Freundesanfragen annehmen. Wer mich kennen lernt und meint, dass er/sie mit mir befreundet sein möchte, fragt mich doch einfach ob ich das auch will, dann tauschen wir ganz altmodisch Telefonnummern aus. Und seid nicht enttäuscht, wenn ich es nicht sein möchte. Es ist gar nicht so leicht mich als Freundin zu gewinnen.

Ich hol mir einen Teil meiner Privatsphäre zurück.

Mein bevorzugtes werbefreies Netzwerk ist nun Hubzilla.
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Ja es wird dir am Anfang ein bisschen langweilig werden, weil du nicht von allen Seiten mit Informationen beschossen wirst, die du gar nicht brauchst, die deine Zeit stehlen und die dir die gute Laune verderben. Du wirst merken, dass du viel mehr Zeit hast und dir erst überlegen müssen was du damit machst.

Unsere Konzentration leidet unter Facebook und Co. Ich hab auch ein bisschen gebraucht um sie wieder zu erlangen und ein Buch zu lesen. Ein Buch, dass mich wirklich weiter bringt.

Das Buch heißt übrigens „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ und mir geht Facebook mit seinen komprimierten Hasspostings, die einen glauben lassen, die Welt sei nur noch schlecht, inzwischen sowas von am Arsch vorbei.

Genau so wie die Heute und die Österreich und die Kronen Zeitung.

Mir gehen diese ganzen Medien mit ihrer Hetze gegen links, gegen rechts, gegen Arbeitslose, gegen Reiche, gegen Flüchtlinge, gegen Einheimische, gegen Schwarze, gegen Weiße, gegen Schwule oder Lesben einfach alle mal ganz gepflegt am Arsch vorbei.

Schreibt ihr euren Scheiß ruhig weiter und verbreitet ihn auf Facebook. Ich bin froh, dass ihr das so macht, denn so muss ich mich einfach nur abmelden und sehe das alles nicht mehr.
Ich brauch das alles nicht. Ich gehe raus auf die Straße, bin dann offenbar immer die eine, die nicht ermordet, vergewaltigt und ausgeraubt wird und freue mich, dass ich mich wieder sicher fühle, weil ich nicht hinter jeder Ecke Mord und Totschlag vermute. Ich bin nicht naiv. Natürlich gibt es schlechte Menschen. Aber es sind weit weniger als die Medien und vor allem die (a)sozialen Medien uns glauben machen wollen.

Ich befreie mich jetzt von Facebook, angefangen damit, dass ich diesen Beitrag gar nicht mehr dort poste. Wer das liest, war schon auf meiner Seite oder auf Hubzilla und das ist gut so.

Danke.

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