Was sehen eigentlich die anderen?

Als ich vor 4 Jahren mit Dampfen anfing. Da wurden wir auf der Straße bestaunt und belächelt und von den Medien gerne mal als verkommene Subjekte dargestellt, die weiß Gott was in ihren Geräten verdampfen.

Ich kann mich erinnern, damals war der Spruch “I’m a vaper not a criminal” recht populär. Aber wo er seinen Ursprung hatte, weiß ich gar nicht mehr.

Heute gehe ich bei kaltem Wetter mit dem Tröpfler raus, weil das Liquid in der Kälte zu dick wird und mir die Verdampferköpfe dauernd kaputt gehen (teilweise binnen einem Tag).

Aber was denken die Leute heute?

Bis auf einzelne Ausnahmen gibt es kein Staunen und kein Belächeln mehr. Ich bin Teil des Straßenbildes. Nur Jugendliche rufen noch “Boah” wenn sie die Wolken sehen.

Dabei geht’s mir gar nicht um Wolken. Unter Männern sind große Wolken immer noch ein Gütesiegel so scheint es zumindest. Es kommt eben doch noch auf die Größe an.

Aber wenn die Physik es nicht unmöglich machen würde, würde ich auch ohne Dampf glücklich. Aber Dampf reflektiert Licht und so werden auch bei mir die Wolken immer größer.

Aber die Reaktionen immer kleiner. Ja in und um die Öffis wurde es verboten (obwohl es dafür keinen sicherheitsrelevanten Grund gab). Aber sonst. Keine Reaktion. Der Prolet aus der Nachbarschaft hat mindestens eine Alien und die Zeiten wo vom Fenster auf die Straße geschimpft wurde wenn man dampfend die Straße entlang ging sind auch vorbei. Die dampfen inzwischen selber.

Wir sind genauso uninteressant wie jeder Raucher auf der Straße. Wie jeder der in sein Handy starrt.

Hier in Wien ist das Dampfen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Und wenn man sieht wie sie wieder mit Fehlinterpretation von Studien versuchen Stimmung gegen Dampfer zu machen, denke ich, dass ist nicht nur hier so.